Vegetarische Hundekost
Hunde können vegetarisch ernährt werden, ohne gesundheitliche Schäden davon zu tragen.
Bei herkömmlichem Futter stammt das Fleisch aus Tierfabriken oder wird aus den Ländern der 3. Welt importiert. Mit der vegetarischen Ernährung können negative Auswirkungen des herkömmlichen Hundefutters reduziert werden.
Wird der Hund vegetarisch abwechselungsreich ernährt, ist er auch ohne künstliche Zusätze gesund und vital.
Eine vollwertige vegetarische Hundemahlzeit besteht beispielsweise aus:
- Getreideflocken mit Gemüse (50% der Mahlzeit)
- 2 bis 4 EL Quark
- Nährhefe und Meeralgen
- 1 bis 2 EL kaltgepresstes Öl
- mit Wasser oder Sojamilch angerührt
Um eine abwechslungsreiche Mahlzeit zu bekommen, können folgende Lebensmittel zugeführt werden: Kartoffeln, Reis, ungewürzte Essensreste, fein geschnittener Salat, gekochtes Gemüse, Obst, Dörrfrüchte, Bananen, Käse, Gurken, Hirse, Brot und Karotten.
Wird der Hund frühzeitig an diese Ernährung gewöhnt, isst er vegetarische Kosten ebenso gern wie Dosenfutter.
Soll ein Hund von der herkömmlichen Nahrung auf vegetarische Nahrung umgestellt werden, sollte dies nach und nach geschehen. Der Hund muss hierbei genau beobachtet werden, ob sich z.B. die Konsistenz des Kotes ändert. Wird dieser zu dünn, sollte die Ernährungsumstellung beendet werden bzw. der Ernährungsfehler gesucht werden. In den meisten Fällen ist es nur ein Nahrungsmittel, das in zu großer Menge gefüttert wird.
Auch hier sollte zusätzlich ein Tierarzt zur Beratung hinzugezogen werden.
Menschliche Essensreste für den Hund
Was dem Menschen schmeckt, ist für den Hund noch lange nicht gesund.
Ob Schokolade, Früchte, Milch, rohes Ei, Salzgebäck, Zwiebeln oder Butter - wenn überhaupt, dann gehören diese Leckereien in sehr geringem Maße auf den Speiseplan des Hundes.
Bei Früchten liegen die Probleme in den Kernen oder Steinen, die gewisse Mengen an Blausäure enthalten. Bei Freisetzung von Blausäure im Organismus des Hundes wird die Zellatmung blockiert und der Organismus geschädigt. Typische Symptome sind hierbei eine Reizung der Schleimhäute im Atem- und Verdauungstrakt sowie Atemnot, welche zum Tod führen kann.
Milch ist zwar ein guter Kalziumlieferant, jedoch wegen des hohen Gehaltes an Milchzucker nicht gut verträglich. Die Milch wird im Dünndarm nicht vollständig zersetzt, so dass es zu einer Fehlgärung im Dickdarm kommen kann. Dies äußert sich in Durchfall oder sehr weichem Kot. Milchprodukte wie Quark oder Käse sind jedoch unproblematisch und dienen als geeignete Einweißquelle.
Butter führt aufgrund der großen Menge an kurzkettigen Fettsäuren zu Erbrechen und wirkt zudem abführend.
Das Eiklar enthält im rohen Zustand Stoffe, die die Verdauung von Eiweiß stark einschränken. Das enthaltene Protein bindet Biotin. Biotin ist wichtig für Haut und Fell und steht dann nicht ausreichend zur Verfügung.
Salzgebäck führt zu einer erhöhten Flüssigkeitsansammlung im Körper. Durch den hohen Salzgehalt wird die Herzleistung des Hundes vermindert und die Flüssigkeit kann vom Körper nicht mehr ausgeschieden werden.
Zwiebeln haben einen schwefelhaltigen Inhaltsstoff, das sog. Allylpropyldisulfid, der die Hülle der roten Blutkörperchen angereift und diese zerstört. Das führt letztendlich zu einer Blutarmut.
Abschließend ist zu erwähnen, dass gesunde Hundernährung im Grunde ganz einfach ist, wenn beachtet wird, dass der Hund regelmäßig gefüttert wird, dazu ausgewogen und mit einem großen Anteil an Frischkost versorgt wird.
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