Schlittenhundesport

Schlittenhunde ziehen einen Schlitten mit einem Geschirr und einer Leine.

Die klassischen Schlittenhunderassen sind:

  • Grönlandhunde
  • Alaskan Malmute
  • Sibirian Husky
  • Kanadischer Eskomihund
  • Samojede
  • Alaskan Husky
  • Europäischer Schlittenhund
  • Scandinavian Hound
  • German Trail Hound

Die typischen Schlittenhunde verfügen über ein rauhes und dicht anliegendes Deckhaar und werden bis zu 70 cm groß.

Ein Schlittenhundegespann besteht aus zwei bis zwölf Hunden, die an einer Zugleine befestigt sind. Im Gespann haben bestimmte Positionen bestimmte Aufgaben:

  • Leader (Leithund)
  • Wheeler (direkt vor dem Schlitten)
  • Swinger (die anderen Hunde)

Die Leader geben das Tempo vor. Sie erhalten die Befehle direkt vom Menschen und müssen  diese  umsetzen. Leader sind die Motivateure des Teams und müssen weitestgehend selbständig den richtigen Weg finden. Ein guter Leithund hat ein verblüffendes Erinnerungsvermögen und erinnert sich noch nach Jahren an einen schon mal gelaufenen Weg.

Wheeler sind die körperlich stärksten Hunde und müssen nur einen ausgeprägten Laufwillen besitzen. Diese Position nehmen oft Hunde in der Ausbildung ein oder solche, die gerne mal ihre eigenen Wege gehen, was durch das Gespann verhindert wird.

In den 1950er Jahren verloren Schlittenhunderennen an öffentlichem Interesse. Die Zucht erfolgte dann mit zwei unterschiedlichen Zuchtzielen.

Zum einen wurde die Zucht angepasst, um auf Ausstellungen dem Rassestandard zu entsprechen. Zum anderen wurden die rein leistungsorientierten Arbeitstiere gezüchtet. In den 1970er Jahren wurde das Schlittenhunderennen dann wieder populärer.

Schlittenhunde müssen über eine hohe körperliche und mentale Fitness verfügen. Bei optimaler Veranlagung und Training kann ein Schlittenhund einen Schlitten innerhalb von 24 Stunden über 200km ziehen. Ausdauer und Kältebeständigkeit sind ebenfalls Eigenschaften, die ein Schlittenhund mitbringen muss. Außerdem gehört auch Gehorsam zu den benötigten Eigenschaften. In kurzen Rennen erreichen Schlittenhunde eine Geschwindigkeit von 20 bis 25 Meilen pro Stunde, während die Geschwindigkeit bei Langstreckenläufen 10 bis 14 Meilen pro Stunde beträgt. Zudem zeichnen einen Schlittenhund seine geringe Schmerzempfindlichkeit und ein starkes Herz-Kreislauf-System aus.

In Europa gibt es mehrere Sportverbände für Schlittenhundesportler. Der größte in Deutschland ist der Deutsche Schlittenhunde Sportverband. Daneben gibt es z.B. die Arbeitsgemeinschaft deutscher Schlittenhundesportvereine, die den Schlittenhundesport ausschließlich mit folgenden nordischen Rassen betreiben:

  • Sibirian Huskies
  • Samojeden
  • Grönländer
  • Alskan Malamutes

Die Schlittenhunderennen werden zwischen Wagenrennen und Schlitten- oder Schneerennen unterschieden. Beim Wagenrennen ziehen die Hundeteams eher aus Trainingsgründen einen Trainingswagen. Dies sind drei- oder vierrädrige Wagen, die einem Schlitten ähneln, nur das hier der Mensch durch Mitlaufen und Schieben die Hunde unterstützen kann.

Der eigentliche Schlittenhundesport ist jedoch das Schlittenrennen auf Schnee. Es gibt hierbei Sprintrennen, Mitteldistanzrennen und Langstreckenrennen. Die deutsche Unterteilung hierbei ist:

  • Sprintrennen 10 – 20 km
  • Mitteldistanz 20 – 25 km
  • Langstrecke einige 100 km

Die bekanntesten Langstreckenrennen sind das Iditarod in Alaska und das Yokon Quest in Alaska und Kanada. Für beide Wettkämpfe sind die klimatischen Bedingungen extrem hart.

Der überwiegende Teil der heutigen Schlittenhunde ist nicht reinrassig. Im Sprint- und Mitteldistanzbereich sind oft Hunde mit einem jagdhundartigen Körperbau im Einsatz. In diesen Distanzen entfalten sie eine hohe Kraft, gehen dabei allerdings schnell an ihr Limit. Auch sind sie im Bezug auf das Klima nicht so belastbar wir nordische Hunde.

Nordische Hunde setzen Ihre Leistungsfähigkeit wesentlich ökonomischer ein und sie brauchen weniger Futter.

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