Obedience

Obedience bedeutet „Gehorsam“ und ist eine moderne Hundesportartart, die aus Großbritannien kommt. Es kommt hierbei besonders  auf die harmonische, schnelle und exakte Ausführung an. Ein aufeinander gut abgestimmtes Hund-Mensch-Team ist Voraussetzung.

Bei der Prüfung geht es um Gehorsam des Hundes aber auch um Sozialverträglichkeit mit anderen Menschen und Hunden. Zu den üblichen Gehorsamsübungen wie „Fuß laufen“, „Sitz aus der Bewegung“ gibt es noch folgende Aufgaben:

  • Apportieren (auch von Metall)
  • Suchen von Gegenständen
  • Positionswechsel auf Distanz
  • Vorausschicken in eine Box

Bei Obedience Wettbewerben kann jeder Hund unabhängig von Abstammung und Rasse, Alter oder Behinderung teilnehmen. Und auch für jeden Hundehalter, z.B. auch Rollstuhlfahrer, ist diese Sportart zugänglich, da vom Hundehalter keine außergewöhnliche Sportlichkeit vorausgesetzt wird. Außerdem werden bei der Bewertung jegliche Einschränkungen berücksichtigt.

Beim Obedience wird der Hundeführer von einem Ringsteward, auf dessen Anweisungen der Hundeführer handelt, durch die Prüfung geführt. Der Ringsteward benötigt für diese Aufgabe eine besondere Ausbildung.

Im Grunde handelt es sich hierbei um einen Gehorsamsport, ähnlich dem Gehorsamsteil des Schutzhundesports. Jedoch sind die Kommandos präziser und eleganter, so dass es bei den Wettkämpfen wesentlich leiser zugeht. Weiter ist das Besondere an diesem Sport, dass Hund und Halter erst während der Prüfung erfahren, wie sie laufen müssen.

In Deutschland gibt es insgesamt vier Prüfungsstufen:

  1. Die Beginner-Klasse
  2. Die Klasse 1
  3. Die Klasse 2
  4. Die Klasse 3

Turnierhundesport

Der Turnierhundesport wird von Mensch und Tier gemeinsam ausgeübt. Der Vierkampf beinhaltet folgende Wettkampfteile:

  • Gehorsamsübung
  • Hürdenlauf
  • Slalom
  • Hindernislauf

Die Gehorsamsübung gleicht der Sparte Vierkampf I der Begleithundeprüfung. In der Sparte Vierkampf II werden alle Übungen ohne Leine absolviert.

Beim Hürdenlauf der Sparte Vierkampf I springt der Hund auf einer 50 Meter langen Strecke über drei 40cm hohe und 1 m breite Hürden. Der Hundeführer läuft hierbei parallel neben dem Hund her. Im Vierkampf I springt auch der Halter über die Hürden. Bewertet wird die Laufzeit unter Berücksichtigung der Fehlerpunkte.

Die Slalomstrecke ist 75 Meter lang. Hund und Führer durchlaufen insgesamt 7 Stangentore, die im Zick-Zack-Kurs aufgestellt sind. Diese Übung kann mit oder ohne Leine absolviert werden.

Beim Hindernislauf durchläuft der Hund mit seinem Führer eine 75m lange Laufstrecke mit acht verschiedenen Hindernissen.

Neben dem Vierkampf gibt es im Turnierhundesport noch einen Geländelauf über 2000 oder 5000m, bei dem der Hund angeleint sein muss.

Windhundrennen

Das Windhundrennen ist eine Sportart ausschließlich für Windhunde. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Arten, zum einen das Rennen auf einer festen Rennbahn, bei dem es nur um die Geschwindigkeit der Hunde geht, und zum anderen das Coursing, bei dem das Jagdverhalten bewertet wird.

Auf der Rennbahn mit Gras- oder Sandbelag starten die Hunde aus einer Box und laufen einem künstlichen Hasen hinterher. Üblicherweise ist die Windhunderennbahn 480m lang. Teilweise gibt es aber auch kürzere Strecken.

Das Coursing finde im freien Feld statt. Auch hier befindet sich an einem Zugseil ein Hase, der jedoch auch Haken schlagen kann. Das Ziel ist es, eine Hetzjagd zu simulieren. Beim Coursing starten immer zwei Hunde gleichzeitig. Bewertet wird Schnelligkeit, Eifer, Intelligenz, Gewandtheit und Kondition. Die Punktevergabe erfolgt nach dem internationalen Coursingreglement der FCI. Ausnahmen bilden nationale Coursings, bei denen auch abweichende Bewertungssysteme angewandt werden.

Die teilnehmenden Hunde müssen mindestens 18 Monate alt sein und dürfen bis zur Vollendung des 8. Lebensjahres teilnehmen. Mehrere absolvierte Lizenzläufe sowie der Besitz einer gültigen Renn- bzw. Coursinglizenz sind ebenfalls Voraussetzung.

In einigen Ländern wie Irland, Spanien und den USA gibt es professionelle Windhunderennen, bei denen auf die Hunde gewettet wird. In Deutschland ist das Wetten auf Hunde, unter anderem aus tierschutzrechtlichen Gründen, untersagt.

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