Junghundekurs
Im Anschluss an die Welpenstunde sollte die Grunderziehung nahtlos in einem Junghundekurs fortgeführt werden. Diese Kurse gehen bis etwa zum sechsten Lebensmonat des Hundes und können eine Vorbereitung für die eigentliche Grundausbildung zum Begleit- oder Sporthund sein.
Kursinhalte sind der Regel Übungen zu Befehlen wie „Platz“ und „Sitz“, aber auch Leinenführung und „Bleib“. Oft werden aber auch komplexere Übungen zu den Bereichen Sozial- und Umweltsicherheit trainiert.
Ausübungsort ist meist ein fester Hundeplatz oder aber auch freies Gelände. In einigen Schulen sind aber auch Ausflüge in die S-Bahn oder Bauerhofbesuche Programm.
Das theoretische Wissen wird in den meisten Fällen während der praktischen Übungen vermittelt. In einigen Schulen sind aber auch Theorieabende oder Einzelgespräche möglich. Zusätzlich haben Hundebesitzer Zugang zu Broschüren und Filmen. Das Informations- und Beratungsangebot ist von Hundeschule zu Hundeschule unterschiedlich.
Inhalte im theoretischen Teil können sein:
- Das Lebewesen Hund Abstammung, Bedürfnisse, Verständigung
- Umgang mit Hunden Erwartungshaltung, Familie (Eltern-Kind-Hund)
- Gesundheit und Pflege Ernährung, Haltung, Pflege
- Rechtliche Aspekte Rechte und Pflichten, Verhalten in der Öffentlichkeiten
Inhalte im praktischen Teil können sein:
- Spiele im Rudel
- Spiele Mensch-Hund
- Vertrauen schaffen Hund-Mensch-Umwelt
- Gehorsamsübungen
- Beobachten des Eigenverhalten und des Fortschritts
Hundeschulen für Problemhunde
Dominante, aggressive, hyperaktive oder sehr ängstliche Hunde überfordern oft ihre Besitzer. Gerade für diese Gruppen von Hunden bieten einige Hundeschulen Kurse an. Die Kurse beschäftigen sich speziell mit starken Problemen und Verhaltensauffälligkeiten. Probleme, die behandelt werden können bzw. müssen sind z.B.:
- Aggressionen gegenüber Artgenossen und Menschen
- Unkonzentriertheit in Reizsituationen
- Trennungsängste
- Ersatzhandlungen wie Bellen, Knurren, Zerstörungswut
- Dominanzverhalten in der Familie
- Starkes Jagdverhalten
Clickertraining
Der Clickereinsatz ist eine Methode der gewaltfreien Hundeausbildung und gilt als Revolution in der Hundeschulung. Wissenschaftliche Erkenntnisse der Verhaltensforschung bilden die Grundlage des Trainings mit dem Clicker. Der Einsatz dieses Hilfsmittels macht eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund möglich. Der Hund wird zum aktiven Partner, Verhaltensweisen werden positiv verändert und gestärkt.
Der Clicker ist ein einfaches Metallplättchen in einem Kunststoffgehäuse. Mit dem Finger wird darauf geklickt und somit entsteht ein Geräusch. Zunächst bedeutet dieses Geräusch für den Hund gar nichts. Mit einem konzentrierten Training soll der Click die Bedeutung eines konditionierten Bestärkers bekommen.
Der Ablauf ist im Grunde sehr einfach:
- Ein Click
- dann ein Leckerchen für den Hund
Nach 5 bis 10 Wiederholungen verbindet der Hund den Click mit der Ankündigung für ein Leckerchen. Auf Worte wird hierbei ganz verzichtet.
Weiterführend wird dies in unterschiedlichen Umgebungen trainiert und auch die gebende Hand wird gewechselt.
Funktioniert dies einwandfrei, wird geclickt, wenn der Hund in eine andere Richtung schaut. Wichtig ist hierbei die Beobachtung des Hundes kommt er gleich zu seinem Herrchen geflitzt?
Das Clickertraining vermittelt dem Hund „Das was du gerade tust, ist eine Belohnung wert“. Der Clicker ist jedoch kein Hilfsmittel zum Rufen des Hundes, sondern die Belohnung für das Tun ist entscheidend.
Das Clicken sollte nun immer mit etwas Angenehmen verbunden werden, wie ein kurzes Spiel oder Schnüffeln.
Der Hund hört dann nicht auf sein Herrchen, weil er ein Leckerchen bekommt, sondern weil er aus seinem Verhalten gelernt hat. Das Leckerchen nach dem Click ist eine Motivation für den Hund.
Mann kann mit dem Clickertraining jedoch nur ein Verhalten beibringen und kein Fehlverhalten abgewöhnen. Daher sollte mit dieser Methode am Besten von Anfang an gearbeitet werden.
Clickertrainings werden ebenfalls in Hundeschulen oder von Hundtrainern angeboten.
Hundesport
Hundesport ist eine Alternative zur klassischen Hundeausbildung. Neben den bekannten Arten wie Begleithundesport und Schutzhundesport setzen sich immer mehr neue Hundesportarten wie Dogdancing oder Agility durch. Mehr dazu unter Hundesport.
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